
Henri Matisse · PD
Der Pianist und die Damespieler
Details
Die Geschichte
Schon 1911 hatte Matisse in seinem Haus in Issy-les-Moulineaux bei Paris seine beiden Söhne beim Damespiel gemalt, mitten in einem Zimmer voller Muster. Dieses Bild, „Die Familie des Malers“, hängt heute in der Eremitage in Sankt Petersburg. 13 Jahre später, 1924 in Nizza, kehrt das Motiv wieder, mit anderen Menschen. Die beiden Jungen in gestreiften Jacken über dem Damebrett sind die jüngeren Brüder seines Modells Henriette Darricarrère, und sie selbst sitzt am Klavier. Die eigenen Kinder des Malers waren inzwischen erwachsen. Seine Tochter Marguerite wurde in jenem Sommer 30, und sein Sohn Pierre zog im selben Jahr nach New York. In der Forschung gelten Henriette und ihre Brüder als eine Art Ersatzfamilie. Muster gibt es auch hier überall, auf Tapete, Teppich und der rot-weiß gestreiften Tischdecke, und auf der Kommode rechts steht ein Abguss von Michelangelos „Sterbendem Sklaven“. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging das Gemälde durch die Galerie, die Pierre Matisse inzwischen in New York führte.




