
Filippo Lippi · PD
Pietà
Details
Die Geschichte
Um 1437 lebte Papst Eugen IV. im Exil in Florenz, fern einem feindlich gewordenen Rom, und die Stadt empfing ihn mit Aufträgen und Geschenken. Nach Vasari soll Cosimo de' Medici bei Filippo Lippi eine kleine Tafel bestellt haben, um sie dem Papst zu schenken, und diese Pietà könnte eben jene sein. Es ist ein Werk privater Andacht, kaum größer als ein Buch: der tote Christus, gehalten von der Jungfrau und vom Evangelisten Johannes, eng zusammengedrängt, im Halbbild. Lippi war zudem Karmelitermönch, für einen Maler eine Seltenheit. Die Figuren wirken eher gemeißelt als gemalt, in jenem flachen, gepressten Relief, das Donatello damals in Florenz aus dem Stein schlug.




