
Pietà mit vier Heiligen
Details
Die Geschichte
Kaum 22 Zentimeter hoch ist diese Tafel. Im Inventar der Familie Borghese von 1693 heißt es, sie sei etwa eine Handspanne hoch. Es handelt sich um eine Predella, den Bildstreifen am Fuß eines Altarbilds. Die große Tafel darüber ist verloren. In der Mitte halten Johannes und Maria Magdalena gemeinsam mit der Muttergottes den toten Christus. Die Heiligen an den Seiten verraten den ursprünglichen Ort. Antonius von Padua war Franziskaner, und Elisabeth von Thüringen, mit Krone und Nonnenschleier, gehörte dem Laienzweig desselben Ordens an. Wahrscheinlich stammt das Ensemble also aus einem Franziskanerkloster. Das Inventar schrieb die Predella Perugino zu, dessen sanfte umbrische Malweise um 1500 in Florenz sehr gefragt war. Der Kunsthistoriker Roberto Longhi erkannte darin 1928 ein Frühwerk Andrea del Sartos aus der Zeit um 1508. Ganz links zeigt die heilige Apollonia die Zange, mit der man ihr die Zähne zog.




