Die Wallfahrt zur Quelle des heiligen Isidor

Francisco Goya · PD

Die Wallfahrt zur Quelle des heiligen Isidor


Details

Jahr
1819
Technik
oil paint
Gattung
Gemälde
Maße
127 × 266 cm

Die Geschichte

Goya wollte, dass das niemand sieht. Um 1819 lebte der alte, inzwischen völlig taube Maler allein in einem Haus vor Madrid, das man die Quinta del Sordo nannte, das Haus des Tauben. Auf dessen Wände malte er, für sich allein, vierzehn düstere Bilder, die wir heute die Schwarzen Gemälde nennen, und dies ist eines davon. Aus dem Dunkel schiebt sich eine zerlumpte Prozession auf uns zu, die Gesichter verzerrt, die Münder offen wie im Singen oder Heulen, eine Wallfahrt, die eher an einen Albtraum erinnert. Kein Auftraggeber, kein Auftrag, nichts zu gefallen. Er malte direkt auf seine eigenen Wände, was ihm im Kopf war. Jahrzehnte nach seinem Tod löste man die Malereien vom Putz und übertrug sie auf Leinwand, so kamen sie in den Prado.

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