
Pilgerfahrt zum Torinomachi-Fest über die Reisfelder von Asakusa, aus der Serie Hundert berühmte Ansichten von Edo
Details
Die Geschichte
Die weiße Katze auf dem Fensterbrett sitzt in einem Zimmer im Yoshiwara, dem lizenzierten Vergnügungsviertel von Edo, und nach der Deutung des Metropolitan Museum ist die Frau, die hier wohnt, gerade hinausgegangen. Hiroshige zeigt sie nicht. Er lässt nur ihre Sachen zurück, Haarnadeln in Form winziger Bambusrechen und daneben ein Päckchen Seidenpapier.
Die Rechen erklären den Ausblick. Hinter dem Gitter ziehen Pilger in langen Reihen über die Reisfelder von Asakusa zum Ōtori-Schrein, zum Torinomachi-Fest an den Tagen des Hahns im 11. Monat. An den Ständen gab es geschmückte Bambusrechen als Glücksbringer, mit denen man sich Wohlstand herbeiharken sollte, und das Museum vermutet, dass die Haarnadeln das Geschenk eines Freiers vom Fest waren. Das Blatt ist genau auf den 11. Monat 1857 datiert, und weit hinter den Feldern und dem Zug erhebt sich der Fuji.
