Bildnis eines Knaben mit Kinderzeichnung

Bildnis eines Knaben mit Kinderzeichnung


Details

Jahr
1520
Technik
Öl auf Holz
Gattung
Gemälde
Maße
37 × 29 cm

Die Geschichte

Das Museum nennt diese kleine Tafel schon wegen der Zeichnung allein ein wichtiges historisches Dokument. Um 1520 gemalt, hält ein rothaariger Junge ein Blatt hoch, auf dem eine Strichfigur zu sehen ist, so wie Kinder sie bis heute zeichnen.

Lange hieß das Bild „Knabe mit Marionette“, weil man das Gekritzel für eine Gliederpuppe hielt. Unter diesem Titel sah es in den 1960er-Jahren der britische Kinderarzt Harry Angelman, der als Urlauber nach Verona gekommen war. Er betreute damals drei nicht verwandte Kinder mit ähnlichen Auffälligkeiten, darunter ruckartige Bewegungen und häufiges Lachen, und schrieb später, das Gemälde habe ihn auf die Idee gebracht, sie gemeinsam zu beschreiben. Sein Aufsatz von 1965 sprach von „Puppenkindern“. Heute trägt das Krankheitsbild seinen Namen, Angelman-Syndrom, und die alte Bezeichnung wurde in den 1980er-Jahren aufgegeben, weil sie für die Familien verletzend war.

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