Bildnis eines Dogen, wohl Pasquale Malipiero

Bildnis eines Dogen, wohl Pasquale Malipiero


Details

Jahr
1461
Technik
Tempera auf Holz
Gattung
Gemälde
Maße
53,3 × 42,5 cm

Die Geschichte

Im Oktober 1457 zwang der Rat der Zehn, das mächtigste Gremium Venedigs, den greisen Dogen Francesco Foscari nach 34 Amtsjahren zum Rücktritt, wenige Tage später war er tot. Gewählt wurde Pasquale Malipiero, ein Kandidat der Gegner Foscaris. Er regierte ruhig bis zu seinem Tod 1462 und ging als der friedliche Doge in die Geschichte ein. Diese kleine Tafel zeigt wahrscheinlich ihn, in strengem Profil. Die Zeit hat ihr übel mitgespielt. Der blaue Grund, der scharlachrote Mantel und die rote Dogenmütze, Zeichen der höchsten Gewalt, sind stark berieben, Gesicht und weiße Stoffhaube darunter dagegen gut erhalten. Das Museum datiert das Bild um 1460 bis 1462, also in die frühen Jahre Gentile Bellinis. Gerade deshalb bezweifeln einige Forscher, dass man einem so jungen Maler einen so hohen Auftraggeber anvertraut hätte, und schlagen seinen Vater Jacopo Bellini vor, von dem nur sehr wenige Gemälde erhalten sind. Das Museum bleibt bei Gentile und vermerkt die Frage.

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