Bildnis einer Dame

Bildnis einer Dame


Details

Jahr
1545
Technik
Öl auf Holz
Gattung
Gemälde
Maße
117 × 96 cm

Die Geschichte

Auf dem Tuch in ihrer Hand steht eine lateinische Warnung, sunt laquei Veneris, cave. Das sind die Schlingen der Venus, hüte dich. Wer sie war, weiß niemand. Zwei Namen wurden vorgeschlagen, Giulia Gonzaga, Gräfin von Fondi, eine berühmte Schönheit ihrer Zeit, und Tullia d'Aragona, eine römische Kurtisane, die auch eigene Gedichte veröffentlichte. Belegen lässt sich keiner von beiden.

Alles andere im Bild spricht von Reichtum. Ein goldschimmerndes Kleid mit geschlitzten Ärmeln, durch die das weiße Hemd leuchtet, ein pelzgefütterter rosa Mantel, ein Stirnband mit Perlen und Steinen über dem geflochtenen blonden Haar, dazu ein goldener Schleier bis auf die Schultern. Die National Gallery liest den Kopfputz als Mode der 1540er Jahre. Damit wäre dies eines von nur zwei Bildnissen, die Sebastiano in den letzten sieben Jahren seines Lebens malte.

Lange hing es auf Longford Castle in Wiltshire, im Grünen Salon, neben Holbeins Porträt des Erasmus, und es ist als Leihgabe aus dieser Sammlung in London.

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