
Anthony van Dyck · PD
Bildnis einer Dame mit ihrer Tochter
Details
Die Geschichte
Um 1628 malte van Dyck dieses Bild in Antwerpen, als eine Hälfte eines Gegenstückpaares. Auf der zweiten, gleich hohen Leinwand steht ein Mann mit seinem Sohn. Hier sitzt die Mutter im roten Lehnstuhl, die Tochter in hellem Seidenkleid neben ihr, dahinter ein roter Vorhang und eine Säule, so wie er es wenige Jahre zuvor für die Kaufmannsfamilien in Genua eingerichtet hatte.
Wer die beiden sind, weiß niemand. Im königlichen Inventar von 1683, das der Hofmaler Charles Le Brun anlegte, stehen die zwei Leinwände als Rubens und seine Frau, später las man den Mann als Rubens' Bruder. Über hundert Jahre blieb es dabei. Der Louvre führt die Dargestellten heute als unbekannt. In die königliche Sammlung kam das Paar 1671, als Ludwig XIV. die Bilder des in Paris lebenden Kölner Bankiers Everhard Jabach kaufte. 1946 kehrten die beiden Leinwände aus zwei verschiedenen Landschlössern nach Paris zurück, in denen man sie während des Krieges versteckt hatte. Diese kam aus dem Schloss Sourches.




