
Hans Memling · PD
Bildnis eines Mannes aus der Familie Lespinette
Details
Die Geschichte
In den 1480er-Jahren gehörte Brügge zu den reichsten Städten Nordeuropas, und Hans Memling war einer seiner führenden Maler. Dieser Mann betet mit aneinandergelegten Händen, und die Tafel war wohl nie als Einzelbild gedacht. Vermutlich war sie die rechte Hälfte eines kleinen aufklappbaren Diptychons, dessen verlorener linker Flügel wahrscheinlich Maria mit dem Kind zeigte, zu der er betet.
Seinen Namen kennen wir nicht. Erhalten ist das Wappen auf der Rückseite der Tafel, das ihn mit der französischen Familie Lespinette verbindet. Memling gibt ihm dunkle Locken, ein pelzgefüttertes Wams und eine kleine Narbe über der Nase. Hinter ihm öffnet sich eine stille Landschaft. Das Mauritshuis sieht in Memling den ersten Maler des Nordens, der Bildnisse vor eine Landschaft setzte, und daher kommt die Tiefe dieser Porträts.





