
Paolo Veronese · PD
Porträt eines Mannes
Details
Die Geschichte
Um 1576 bis 1578, als Veronese dieses Bildnis malte, herrschte in Venedig die Pest. Sie tötete Zehntausende, und mitten in der Epidemie starb auch Tizian. Im Bild ist davon nichts zu spüren. Ein Mann in festlichem Schwarz, fast lebensgroß, lehnt am Sockel einer kannelierten Säule. Über ihm steht in einer Nische die Marmorfigur einer Frau im Faltengewand, von der nur der untere Teil zu sehen ist. Weit hinten links liegt der Markusdom, versetzt in eine erfundene ländliche Gegend. Das Getty Museum liest das als Hinweise. Statue und Architektur könnten auf einen Bildhauer oder Architekten deuten, Degen und schwarze Kleidung auf einen militärischen Rang oder einen Ritterorden, der Dom auf den Dienst an der Republik Venedig. Sein Name ist verloren. Man hielt das Bild einmal für ein Selbstbildnis, doch die Züge weichen von Veroneses früherem Selbstporträt in der Eremitage ab. J. Paul Getty schrieb 1965 in seinem Buch über das Sammeln über das Gemälde und schenkte es später seinem Museum.




