Bildnis einer Frau

Bildnis einer Frau


Details

Jahr
1526
Technik
Öl auf Holz
Gattung
Gemälde
Maße
35,9 × 25,1 cm

Die Geschichte

Man sollte bei den Händen anfangen. Sie trägt geschlitzte Handschuhe, durch deren Öffnungen die darunter getragenen Ringe zu sehen sind, und über dem Leder sitzen noch weitere Ringe. Die unteren Ringe hat Cranach allerdings höher an die Finger gesetzt als die oberen, was an einer wirklichen Hand nicht ginge. Ihm lag mehr daran zu zeigen, wie viel Gold diese Frau besaß, als an anatomischer Richtigkeit. Nach derselben Regel ist die ganze Kleidung gemalt, das rote Samtkleid, die schweren goldenen Halsbänder dicht übereinander, Perlen und Goldfäden in der Haube. Auf dem Mieder bilden Perlen ein M, wohl ihr Anfangsbuchstabe, doch einen Namen hat bisher niemand gefunden. Das Gesicht ist glatt und allgemein gehalten, ganz nah an den Venus- und Evafiguren, die die Werkstatt in denselben Jahren malte, und wie sie blickt die Frau uns direkt an. Nach London kam die Tafel 1857, gekauft auf der Versteigerung von Alton Towers, dem Landsitz der Grafen von Shrewsbury in Staffordshire.

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