
Bildnis einer Frau mit einem Korb voller Spindeln
Details
Die Geschichte
Eine junge Frau wendet sich um, als habe man sie unterbrochen, eine Hand auf einem Korb mit Spindeln, den hölzernen Geräten zum Spinnen. Alltägliche Arbeit tritt leise in ein förmliches Bildnis ein, was damals ungewöhnlich war. Meist datiert man das Werk um 1514, an den Anfang von Andreas Laufbahn, auch wenn nicht alle es für eigenhändig halten. Manche Forscher geben es seinem begabten Schüler Pontormo, andere einem späteren Nachfolger, und eine Deutung rückt das Datum nach der Machart des Kleides nach vorn. Der Überlieferung nach ist die Frau Lucrezia del Fede, die Andrea um jene Zeit heiratete. Wer sie auch malte, das Bildnis blieb Lucrezia ihr langes Leben lang. Sie überlebte Andrea um rund 40 Jahre, und die Tafel gehörte ihr noch, als sie starb.




