
Sandro Botticelli · PD
Bildnis eines jungen Mannes
Details
Die Geschichte
Um 1482 war Botticelli aus Rom nach Florenz zurückgekehrt, wo er im Auftrag von Papst Sixtus IV. drei große Fresken an den Wänden der Sixtinischen Kapelle gemalt hatte. Zwischen den großen mythologischen Tafeln waren Bildnisse sein tägliches Brot. Der junge Mann ist hier leicht gewendet und hebt sich von einem glatten dunklen Grund ab, auf dem nichts mit dem Gesicht wetteifert; die Züge sind so weich gegeben, wie es der Maler auch bei seinen Göttinnen tat. Wer er war, wissen wir nicht: Kein Name, kein Wappen, keine Inschrift kam mit der Tafel auf uns. Darum trägt sie bis heute nur einen beschreibenden Titel, jenen, den sie bei ihrem Eintritt in eine amerikanische Sammlung im 20. Jahrhundert erhielt.




