Bildnis der Barbara Pallavicino

Bildnis der Barbara Pallavicino


Details

Museum
Uffizien
Jahr
1510
Technik
Öl

Die Geschichte

Lange wusste niemand genau, wen man hier vor sich hatte. Die Tafel galt einst als Werk Piero della Francescas, und in der jungen Frau vermutete man Beatrice d'Este, die Herzogin von Mailand. Beides erwies sich als falsch. Gemalt hat sie Alessandro Araldi, der um 1510 in Parma tätig war, und die Dargestellte gilt heute als Barbara Pallavicino aus einem der alten Adelsgeschlechter der Gegend. Araldi hatte von vielem etwas aufgenommen, was damals durch Norditalien zog, das klare Licht der venezianischen Bildnisse und die scharfe Malweise Ferraras, und er setzt sie vor einen schlichten dunklen Grund, sodass die Goldfäden ihres Kleides und die Ringe an ihren Fingern das Bild tragen. Sie trägt ihren Reichtum still und blickt leicht an uns vorbei, jene Haltung, die Sitzende der Renaissance wählten, wenn sie gefasst wirken wollten und nicht ertappt.

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