
August Macke · PD
Bildnis Bernhard Koehler
Details
Die Geschichte
Bernhard Koehler war ein wohlhabender Berliner Fabrikant und der Onkel von Mackes Frau Elisabeth. 1908 reiste er mit Macke und Elisabeth nach Paris, zog mit dem jungen Maler als Berater durch die Galerien und kaufte eine Reihe zeitgenössischer französischer Gemälde. In den folgenden Jahren kamen Cézanne, Monet, Degas und Delaunay in seine Sammlung, dazu die Maler des Blauen Reiter, und er gab Geld für ihren Almanach von 1912 und für den Ersten Deutschen Herbstsalon, die große Berliner Ausstellung von 1913. Macke hat ihn mehrfach porträtiert. In diesem Bildnis von 1910 beschränkt er sich fast ganz auf Grau, Schwarz und Weiß und lässt den Hintergrund kaum ausgeführt, worin das Lenbachhaus den Einfluss des von Macke bewunderten Manet sieht. Die ruhigen blauen Augen rahmt die schlichte Kontur von Haar und Bart, auf der hohen Stirn liegt ein rötlicher Hauch. Das Bild stammt aus Koehlers eigener Sammlung. Ein großer Teil des übrigen Bestands verbrannte 1945 in Berlin.




