
Anthony van Dyck · PD
Porträt der Catarina Balbi Durazzo
Details
Die Geschichte
Was Caterina Balbi Durazzo hier trägt, ist keine genuesische, sondern spanische Mode: die gefältelte Halskrause, das spitz zulaufende Mieder, die weiten, schwer mit Silber und Gold gemusterten Ärmel. Genua war in den 1620er Jahren durch seine Bankhäuser eng an die spanische Krone gebunden, und die Kleidung der Oberschicht folgte dem Madrider Zuschnitt.
Van Dyck malte sie um 1624, als junge Frau aus dem Haus Balbi, die in die Familie Durazzo eingeheiratet hatte. Das Bild ist über zwei Meter hoch, sie steht in ganzer Figur an einer Brüstung, hinter ihr ein roter Vorhang und ein Stück bewölkter Himmel. Ein Zahlungsbeleg vom 31. Dezember 1624 nennt das Honorar: 373 genuesische Lire für dieses Bildnis und das ihres Mannes.




