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Bildnis des Don Fernando, Kardinal-Infant von Spanien
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Die Geschichte
Als Rubens 1628 nach Madrid kam, trug der jüngste Bruder des Königs schon Purpur, und er war gerade einmal 19 Jahre alt. Ferdinand, der dritte Sohn Philipps III., war 1619 mit zehn Jahren zum Kardinal ernannt worden und kurz darauf zum Erzbischof von Toledo, dem reichsten Bistum Spaniens. Für einen nachgeborenen Prinzen bedeutete das Kirchenamt Rang und hohe Einkünfte. Ein Geistlicher wurde er dadurch nicht, und seine Ambitionen waren, wie die Alte Pinakothek schreibt, vor allem politischer Art. Rubens malte ihn während dieses Aufenthalts am spanischen Hof im Kardinalsgewand. Sechs Jahre später ging derselbe Infant als Statthalter Spaniens in die Niederlande und verbrachte den Rest seines kurzen Lebens auf Feldzügen, bis er 1641 mit 32 Jahren in Brüssel starb. In den streifigen Glanzlichtern und den gebrochenen Rottönen des Gewandes erkennt das Museum den Einfluss Tizians, dessen Bilder Rubens damals in Madrid studierte.




