
Diego Velázquez · PD
Porträt des Ferdinando Brandani
Details
Die Geschichte
Um 1650 lebte Velázquez seit etwa einem Jahr in Rom, auf seiner zweiten Italienreise, derselben, auf der auch das Bildnis von Papst Innozenz X. und das seines Gehilfen Juan de Pareja entstanden. In diesem Umfeld malte er diesen Mann mit dem ruhigen, festen Blick. Lange wusste niemand, wer er war. Erst in jüngerer Zeit ließ sich der Name zuordnen: Ferdinando Brandani, ein Bankier portugiesischer Herkunft, dem päpstlichen Hof verbunden und befreundet mit Juan de Córdoba, dem spanischen Agenten, der sich in Rom um den Maler kümmerte. Brandani handelte mit Geld und sammelte Malerei, und dieses Interesse erklärt mit, warum er vor Velázquez' Pinsel geriet. Das Bildnis hat die lockere Malweise jener römischen Monate, fern vom Zeremoniell des Madrider Hofes.




