
GoldenArtists · CC-BY-4.0
Bildnis des Hendrik van Thulden
Details
Die Geschichte
Hendrik van Thulden war ein Antwerpener Theologe Mitte dreißig, als Rubens ihn um 1615 oder 1616 porträtierte. 1610 hatte man ihn in das Domkapitel der Antwerpener Kathedrale aufgenommen, bald darauf übernahm er die Leitung der Georgskirche, in der er später auch begraben wurde. Viel Zeit blieb ihm nicht. Er starb schon 1617, noch keine 40 Jahre alt, und so zeigt diese Holztafel ihn kurz vor dem Ende seines Lebens, ohne dass irgendetwas im Bild darauf hindeutet. Rubens setzt das Gesicht gegen das Schwarz des Gewandes und einen bräunlichen Grund, sodass es ganz von selbst hervortritt, und die Alte Pinakothek liest in den Zügen Intelligenz und einen wachen Verstand. Lebendig wird das Bildnis durch die Hand auf dem Buch. Die Finger stecken noch zwischen den Seiten, als hätte van Thulden nur für einen Augenblick von der Lektüre aufgeblickt.




