
Matthieu.lett.ube · PD
Porträt des Papst Innozenz X.
Details
Die Geschichte
Auf seiner zweiten Reise nach Rom malte Velázquez 1650 den regierenden Papst Innozenz X. Der Spanier schmeichelte nicht: Er zeigt einen misstrauischen, scharf blickenden alten Mann, das Gesicht gerötet, die Augen wach und kalt, jeder Zoll ein Machtmensch. Rot leuchten Mozetta und Sessel, dazwischen das kühle Weiß des Chorhemds, alles mit rascher, sicherer Hand hingesetzt. Der Überlieferung nach betrachtete der Papst das fertige Bild und murmelte troppo vero, zu wahr; das Urteil war Lob und Unbehagen zugleich. Die Familie Pamphilj, aus der Innozenz stammte, behielt das Porträt, und es hängt bis heute in ihrem römischen Palast, wo es später Maler wie Francis Bacon zu ihren verzerrten Papstbildern anregte.




