
Anthony van Dyck · PD
Porträt der Isabella, Lady de La Warr
Details
Die Geschichte
Als van Dyck sie um 1638 malte, war Isabella, Lady De La Warr, seit zehn Jahren Witwe. Ihr Mann Henry West, Lord De La Warr, war 1628 mit 24 Jahren gestorben, der Titel ging an den gemeinsamen Sohn. Ihr Vater, Sir Thomas Edmondes, ein altgedienter Diplomat, war inzwischen Schatzmeister des königlichen Haushalts.
Der Name, den sie trug, stand da schon auf amerikanischen Landkarten. Der Vater ihres Mannes, Thomas West, hatte die Kolonie Virginia regiert, und nach ihm wurden der Delaware-Fluss und die Delaware-Bucht benannt, später auch der Bundesstaat.
Van Dyck hat dieses Bildnis offenbar nach einem etwas früheren angelegt, dem Porträt der Anne Kirke, einer Kammerfrau von Königin Henrietta Maria, das heute in der Huntington in Kalifornien hängt. Auf beiden steht eine prächtig gekleidete Frau in ganzer Figur und weist auf einen Rosenstrauch, vielleicht eine Anspielung auf die Liebe. Die über zwei Meter hohe Leinwand blieb bei ihren Nachkommen in Buckhurst Park in Sussex, mindestens bis 1877, und wurde von dort zu Londoner Ausstellungen ausgeliehen. Das Museum kaufte sie 1930 für 121.440 Dollar von Otto Gutekunst, einem Teilhaber der Londoner Kunsthandlung Colnaghi.




