
Joshua Reynolds · PD
Porträt von James Bourdieu
Details
Die Geschichte
In den spanischen Königssammlungen hängt Tizian in Reihen und Rubens in ganzen Sälen, englische Malerei dagegen fehlt fast vollständig. Der Grund ist politisch. Spanien und Großbritannien standen sich zwei Jahrhunderte lang als Gegner gegenüber, und was in London gemalt wurde, kam gar nicht erst nach Madrid. Der britische Bestand des Prado umfasst bis heute nur etwa 30 Bilder, fast alle im 20. Jahrhundert erworben. Dieses kam im Oktober 1954 als Geschenk zweier New Yorker Kunsthändler, Frederick Mont und Bertram Newhouse. Reynolds führte Sitzungsbücher, und sie datieren das Bild genauer, als der Dargestellte bekannt ist. Bourdieu saß im Oktober 1765 Modell, im Januar 1766 war das Porträt fertig. Über sein Leben weiß das Museum nichts. Er sitzt mit übereinandergeschlagenen Beinen da und blickt von dem Brief in seiner Hand auf.




