
Anthony van Dyck · PD
Porträt von Jan van Montfort
Details
Die Geschichte
Jan van Montfort hatte am Brüsseler Hof der Infantin Isabella zwei Ämter inne, er war Rat und Generalmünzmeister, und daneben schuf er selbst Medaillen. Van Dyck malte ihn um 1628 in der Rolle des Höflings. Nichts hier deutet auf Prägestempel oder Metall. Stattdessen sieht man Halskrause, Goldkette, Handschuhe, Degen und den Schlüssel, der ein Hofamt kennzeichnete. Das Museum lenkt den Blick auf eine Spannung im Gesicht. Montfort gibt sich gediegen und zupackend, doch seine Augen sind müde und sein Haar ist zerzaust, und dieser Widerspruch gibt dem Bildnis einen Unterton der Ambivalenz. Er war damals um die 60 und lebte noch etwa 20 Jahre. 1680 gehörte die Leinwand einer Antwerpener Besitzerin, Françoise de Fren, 1720 war sie in Wien.




