
Peter Paul Rubens · PD
Porträt der Johanna von Österreich, Mutter Maria de' Medicis
Details
Die Geschichte
Als Rubens dieses Bildnis malte, war Johanna von Österreich seit über 40 Jahren tot. Sie starb 1578 in Florenz, ihre Tochter Maria war noch keine drei Jahre alt. Der Maler brauchte also eine Vorlage, und der Louvre verweist auf einen Florentiner Typus wie das posthume Porträt von Giovanni Bizzelli aus dem Jahr 1586, das vielfach kopiert wurde. Johanna brachte den Medici kaiserliches Blut. Sie war eine Tochter Kaiser Ferdinands I., eine Nichte Karls V., und heiratete 1565 Francesco de' Medici. In der Galerie der Königin hing sie links an der Eingangswand, ihrem Gemahl zugewandt, der ihr von der anderen Seite antwortete. Rubens kleidete sie in ein schwer goldbesticktes Gewand mit hellem Schleier und schwarzem Federhut. Seine kleine Ölskizze zu dieser Figur liegt heute in Kopenhagen.




