
Diego Velázquez · PD
Bildnis der Maria Anna von Österreich
Details
Die Geschichte
1652 war Mariana 19 und bereits Königin von Spanien. Nach Madrid gekommen war sie eigentlich, um den Thronfolger Baltasar Carlos zu heiraten. Als der junge Prinz starb, nahm sein Vater, König Philipp IV., die eigene Nichte selbst zur Frau, um die Linie der Habsburger nicht abreißen zu lassen. Velázquez, gerade nach Jahren in Rom zurück, malte sie hier ganz als Repräsentation dieser Abmachung. Das schwarz-silberne Kleid steht vom Körper ab wie ein Bauwerk, das Haar ist zu einer breiten Drahtperücke gespannt, die Wangen sind zur Maske geschminkt. In einer Hand hängt ein einzelnes Spitzentuch. Von diesem Bildnis an malte Velázquez fast nur noch die Frauen und Kinder des Hofes.




