
Diego Velázquez · PD
Bildnis des Pablo de Valladolid
Details
Die Geschichte
Pablo de Valladolid war ein Spaßmacher und Vortragskünstler am Hof Philipps IV., und Velázquez stellte ihn um 1635 mitten in ein Nichts. Kein Boden, keine Wand, keine Linie zeigt, wo der Raum beginnt. Nur der eigene Schatten verankert die Figur am Grund, sonst steht der Mann in reiner, luftiger Leere und deklamiert mit ausgestreckter Hand. Rund 230 Jahre später kam Édouard Manet nach Madrid, sah dieses Bild im Prado und schrieb einem Freund, es sei vielleicht das erstaunlichste Stück Malerei, das je entstanden sei. Die leeren, schattenlosen Hintergründe seiner eigenen Figuren stammen von hier.




