
Titian · PD
Bildnis Philipps II.
Details
Die Geschichte
In den frühen 1550er Jahren war der junge Mann dieses Bildnisses der begehrteste Prinz Europas, Erbe der weiten habsburgischen Länder, die sein Vater, Kaiser Karl V., zusammenhielt. Tizian hatte ihn in Mailand kennengelernt und wieder in Augsburg, und er malte ihn mehr als einmal, während die Heiratsvermittler ihre Arbeit taten. Ein Gegenstück, das Philipp in blitzender Rüstung zeigt, wurde noch vor seiner Hochzeit mit Maria Tudor 1554 nach England geschickt, damit die Königin den für sie bestimmten Gemahl in Augenschein nehmen konnte. Die Neapler Fassung ist die stillere. Philipp steht in einem hermelingefütterten Mantel, eine Hand auf einen Tisch gestützt, an der Brust die goldene Kette des Ordens vom Goldenen Vlies, das Abzeichen der habsburgischen Dynastie, die er bald erben sollte.




