
Porträt Papst Julius' II.
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Die Geschichte
Die Rückenlehne des Stuhls endet in zwei goldenen Eicheln. Sie sind das Wappenzeichen der della Rovere, der Familie von Papst Julius II. Raffaels Vorbild entstand vermutlich 1511, in einem Jahr, in dem der alte Papst schwer krank gewesen war und Bologna an die Franzosen verloren hatte. Das Gesicht ist zerfurcht, der Blick nach innen gekehrt, doch die beringte Hand umschließt fest die Armlehne. Dieses Bild ist eine Kopie, gemalt in Rom in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von einem unbekannten Maler. Raffaels eigene Holztafel hängt heute in der National Gallery in London und gehörte einst ebenfalls den Borghese. Kardinal Scipione Borghese erwarb sie 1608 mit einer ganzen Sammlung, und bis Ende des 18. Jahrhunderts blieb sie im Besitz der Familie. Im 19. Jahrhundert galt die Kopie als Werk des Raffael-Schülers Giulio Romano. Diese Zuschreibung hat die Forschung inzwischen aufgegeben.



