
Bronzino · PD
Bildnis des Ugolino Martelli
Details
Die Geschichte
Bronzino malte diesen jungen Mann um 1537, in einem Florenz, das sich nach Jahrzehnten der Unruhe gerade erst unter den Medici-Herzögen ordnete. Dargestellt ist Ugolino Martelli aus einer wohlhabenden Florentiner Familie, und alles um ihn her verkündet eine bestimmte Art von Gelehrsamkeit. Sein Finger hält eine Seite von Homers Ilias auf Griechisch, aufgeschlagen beim neunten Gesang, der Gesandtschaft an Achill. Daneben liegen ein Vergil und ein Buch des Dichters Pietro Bembo. Bronzino gibt ihm jene glatte, kühle Vollendung, die die Florentiner Oberschicht am Bildnis schätzte. Der Schauplatz ist der Hof des Palazzo Martelli, und über der Schulter des jungen Mannes erhebt sich ein marmorner David der Familie, damals Donatello zugeschrieben, heute einem Rossellino.




