
Didier Descouens · CC-BY-SA-4.0
Darbringung im Tempel
Details
Die Geschichte
Giovanni Bellini malte diese Darstellung Christi im Tempel um 1469 in enger Anlehnung an ein Bild seines Schwagers Andrea Mantegna, mit dem seine Familie durch Heirat verbunden war. Hinter einer steinernen Brüstung drängen sich Halbfiguren: Maria reicht das gewickelte Kind dem greisen Simeon, umgeben von weiteren Gestalten, unter denen man wohl Mitglieder der Familie Bellini erkennen darf. Während Mantegnas Fassung streng und wie gemeißelt wirkt, mildert Bellini die Härte und lässt ein wärmeres Licht über die Gesichter gleiten. An diesem Vergleich lässt sich ablesen, wie sich die venezianische Malerei von der Strenge Paduas löste. Das Bild gehört der Stiftung Querini Stampalia in Venedig.




