Pinacoteca Querini Stampalia

Pinacoteca Querini Stampalia

Venedig, Italien · Website


Die Geschichte

Als Graf Giovanni Querini Stampalia, der Letzte eines alten venezianischen Geschlechts, 1869 starb, vermachte er den Familienpalast neben der Kirche Santa Maria Formosa einer Stiftung, mit einer ungewöhnlichen Bedingung. Bibliothek und Lesesaal sollten an allen Tagen und zu allen Stunden geöffnet sein, an denen die öffentlichen Bibliotheken geschlossen waren, und besonders am Abend, zur Bequemlichkeit der Gelehrten. Die Bibliothek hat bis heute lange Öffnungszeiten, und darüber sind die Räume der Familie als Hausmuseum erhalten.

Das Bild, wegen dem man kommt, ist Giovanni Bellinis Darbringung im Tempel, gemalt um 1470. Es wiederholt, um zwei Figuren erweitert, eine Komposition seines Schwagers Andrea Mantegna, die sich heute in Berlin befindet, und sein Christuskind steht steif aufrecht, fest in Wickelbänder geschnürt. Ringsum liegen die eingerichteten Räume eines Patrizierhauses des 18. Jahrhunderts, etwa 30 kleine Szenen von Pietro Longhi aus venezianischen Salons und dem geselligen Leben, Gabriel Bellas Bilder der Feste und Zeremonien der Stadt und Tiepolos Bildnis des Prokurators Daniele Dolfin. Seit 2018 zeigt ein weiteres Stockwerk Gemälde, die die Bank Intesa Sanpaolo hier hinterlegt hat, darunter eine große Skizze für Tintorettos Paradies im Dogenpalast, die heute allgemein seinem Sohn Domenico zugeschrieben wird.

Im Erdgeschoss gestaltete der Architekt Carlo Scarpa zwischen 1959 und 1963 den Eingang und den Garten in Stein, Beton und Messing neu und legte die Räume so an, dass das Hochwasser der Lagune um erhöhte Stege herum hereinfluten kann.

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Sammlung

1 Werk