
John Constable · PD
Regensturm über dem Meer
Details
Die Geschichte
Anfang 1825 schickte John Constable seinem Freund John Fisher, einem Geistlichen, ein Bündel Ölskizzen aus Brighton und erklärte dazu, er habe sie wie üblich im Deckel seines Malkastens auf den Knien gemalt. Seit dem Frühjahr 1824 lebte seine kranke Frau Maria mit den Kindern der Seeluft wegen in dem Badeort, und Constable fuhr aus London hin, so oft er konnte. Diese kleine Skizze auf Papier, etwa 24 mal 33 Zentimeter groß, gehört zu den stürmischsten. Boote und Menschen, die er sonst als Maßstab einsetzte, fehlen fast ganz. Es bleiben eine schwarze Wolke, ein Vorhang aus Regen und ein Sonnenstrahl, der plötzlich durchbricht. Den Himmel hat er in hastigen Pinselzügen hingeworfen, in die Meeresfläche ritzte er waagerechte Linien, vermutlich mit dem Pinselstiel. Fisher schrieb ihm über die Skizzen aus Brighton, sie seien voller Kraft und Natur, frisch und warm aus der Beobachtung.




