
Paolo Veronese · PD
Rebekka am Brunnen
Details
Die Geschichte
Rund 300 Jahre lang gehörte dieses Bild den Habsburgern. Erzherzog Leopold Wilhelm, damals Statthalter der Spanischen Niederlande, kaufte es 1650 in Antwerpen für seinen Bruder, Kaiser Ferdinand III., zusammen mit den übrigen Bildern einer Serie aus der Sammlung des Herzogs von Buckingham. Es hing zunächst auf der Prager Burg und kam im späten 19. Jahrhundert nach Wien. Die Serie bestand aus zehn gleich großen biblischen Szenen, entstanden in Venedig in den 1580er-Jahren, dem letzten Lebensjahrzehnt Veroneses. Wer sie bestellt hat, weiß niemand. Wie viel davon Veronese selbst malte und wie viel seine Werkstatt, ist seit über 100 Jahren umstritten, und die National Gallery in Washington führt das Bild heute als Veronese und Werkstatt. Dargestellt ist eine Szene aus dem Buch Genesis. Abrahams alter Knecht erkennt an einem Brunnen in Rebekka die Braut für Isaak, und ein kniender Diener reicht ihr den Brautschmuck. Als das Kunsthistorische Museum das Bild 1952 verkaufte, blieben sieben seiner Gegenstücke in Wien, darunter „Christus und die Samariterin“.




