
Ogata Kōrin · PD
Rote und weiße Pflaumenblüten
Details
Die Geschichte
Eines der letzten Werke Ogata Kōrins, entstanden um 1715, gut ein Jahr vor seinem Tod. Zwei Faltschirme stehen nebeneinander: links ein weiß blühender Pflaumenbaum, rechts ein rot blühender, und dazwischen ein breiter, stark stilisierter Fluss, in Silber auf einen Grund aus Blattgold gelegt. Keine Landschaft, kein Horizont, keine andere Jahreszeit als die, welche die Blüten selbst ankündigen. Kōrin stammte aus einer wohlhabenden Kyotoer Familie von Stoffhändlern, und dieser Sinn für die flache, klare Musterung kommt aus jener Welt bemalter Textilien. Japan führt die Schirme als Nationalschatz, und das Museum in Atami zeigt sie nur etwa einen Monat im Jahr, im Spätwinter, wenn die echten Pflaumenbäume blühen.



