
尾形光琳 (Ogata Korin) (1658-1716) · PD
Windgott und Donnergott
Details
Die Geschichte
Rund 70 Jahre bevor Ogata Kōrin dieses Thema aufgriff, hatte ein früherer Maler aus Kyoto, Tawaraya Sōtatsu, den Windgott und den Donnergott auf ein Paar goldener Stellschirme gesetzt. Kōrin kopierte diese Komposition um 1700 fast Zug um Zug, beinahe als Hommage über die Generationen hinweg. So wurde der Rinpa-Stil weitergegeben: spätere Meister studierten die Werke der Begründer und malten sie neu. Rechts schreitet Fūjin, der Windgott, mit seinem Windsack über der Schulter über die goldenen Wolken. Links reitet Raijin, der Donnergott, auf seinem Ring aus Trommeln. Der goldene Grund lässt ihnen keinen Halt außer dem leeren Himmel. Viel später bemalte der Maler Sakai Hōitsu die Rückseite eben dieser Stellschirme.



