Rem-Altar: Heilige Dreifaltigkeit („Gnadenstuhl“)

Rem-Altar: Heilige Dreifaltigkeit („Gnadenstuhl“)


Details

Jahr
1518
Technik
Öl auf Eichenholz
Gattung
Gemälde
Maße
89,9 × 63,5 cm

Die Geschichte

Der Mann, der diesen Altar bezahlte, führte ein Tagebuch. Lukas Rem, ein Augsburger Kaufmann, arbeitete rund zwei Jahrzehnte für das Handelshaus der Welser, in Lyon, in Lissabon, wo er die Ausrüstung der Indienschiffe besorgte, und in Antwerpen. Sein Tagebuch verzeichnet seine Reisen, seine Kinder und seine Krankheiten. 1518 trennte er sich von den Welsern, gründete mit seinen Brüdern eine eigene Firma und heiratete Anna Ehem, die Tochter eines Augsburger Kaufmanns. In diese Jahre gehört der Altar, den das Paar gemeinsam stiftete. Für eine andere Tafel desselben Altars nennt das Museum die Zeit um 1518. Gemalt hat ihn der Antwerpener Meister Quinten Massys. Diese Tafel zeigt die Dreifaltigkeit als Gnadenstuhl, den Bildtypus, in dem Gottvater den geopferten Sohn vorweist. Nach dem Museum bestimmte die Angst vor der Pest das Programm. Auf anderen Tafeln des Altars erscheinen die Pestheiligen Rochus und Sebastian, und sie hängen gleich daneben.

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