Ruhender Satyr

Ruhender Satyr


Details

Künstler
Unbekannter römischer Bildhauer (Kaiserzeit)
Technik
Marmor
Gattung
Skulptur

Die Geschichte

Am 22. April 1858 stand der amerikanische Schriftsteller Nathaniel Hawthorne, der damals mit seiner Familie in Rom lebte, in der Skulpturengalerie des Kapitols vor dieser Statue und hielt sie in seinem Notizbuch fest. Zwei Jahre später war daraus ein Roman geworden, Der Marmorfaun. Das Buch beginnt genau in diesem Saal, in dem damals wie heute der Sterbende Gallier stand, seinerzeit noch Sterbender Fechter genannt, dazu ein Antinous und eine Amazone, die auch heute hier zu sehen sind. Drei befreundete Künstler bemerken, dass ihr Begleiter, ein junger italienischer Graf namens Donatello, dem Faun des Praxiteles aufs Haar gleicht.

Hawthornes Faun ist dieser Satyr. Er stützt den rechten Ellbogen auf einen Baumstamm, ein Pantherfell liegt schräg von der Schulter zur Hüfte über seinem Körper, die Locken hält ein Band, und die spitzen Ohren sind zu sehen. Die Figur geht auf eine berühmte Statue des Praxiteles aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. zurück, die durch viele römische Kopien bekannt ist, und das Museum zählt diese zu den besten. Die Flöte in seiner rechten Hand ist eine moderne Ergänzung.

Die Statue stammt aus der Villa d'Este in Tivoli, und Papst Benedikt XIV. schenkte sie 1753 dem Kapitolinischen Museum.

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