
Fluss in einem Gebirgstal
Details
Die Geschichte
Bei einer Pariser Versteigerung im April 1803 wurde dieses Bild als Ansicht der Tiroler Berge angeboten. Für das Muséum, wie der Louvre damals hieß, kaufte es ein Bieter, der nur als Robert verzeichnet ist, vermutlich ein Händler und nicht der Maler Hubert Robert, der früher an der Verwaltung der Sammlung beteiligt gewesen war. Die Landschaft stammt in Wahrheit aus Skandinavien. Allaert van Everdingen hatte auf seiner Reise von 1644 Flüsse und Wälder in Norwegen und Schweden gezeichnet und machte aus diesen Skizzen noch jahrelang erfundene nordische Landschaften für Käufer in Holland.
Hier versammelt er die Motive, zu denen er immer wieder zurückkehrte. Ein Fluss stürzt in weißen Stromschnellen über die Felsen, Holzhäuser und eine Mühle stehen zwischen Tannen am Ufer, eine Kirche thront auf einem Felssporn, und eine Jagdgesellschaft reitet den Weg entlang. Der Katalog des Louvre datiert das Bild um 1650, der Kommentar des Museums dagegen ans Ende der 1650er Jahre, rund 15 Jahre nach der Reise, aus der die Szenerie stammt.