
Giovanni Bellini · PD
Sacra Conversazione
Details
Die Geschichte
Bereits betagt und als Patriarch der venezianischen Malerei geachtet, versammelte Giovanni Bellini auf dieser Tafel Maria mit dem Kind zwischen der heiligen Anna und dem greisen Simeon, in jener ruhigen Bildform, die die Italiener sacra conversazione nennen. Die Szene spielt auf den Augenblick an, in dem Simeon, ein alter Mann aus dem Tempel von Jerusalem, im Kind den verheißenen Messias erkennt und den Lobgesang Nunc dimittis anstimmt, woher das Bild seinen zweiten Namen hat. Hinter den Figuren öffnet sich eine weite, lichte Landschaft mit jenem weichen Licht und jener Luft, die Bellini um 1505 wie kein anderer in Venedig beherrschte. Der Maler war damals gegen 75 Jahre alt und bildete noch jüngere Meister wie Tizian aus.




