
Piet Mondrian · PD
Im Fluss vertäutes Segelboot
Details
Die Geschichte
Ein Segelboot liegt vor Anker auf einem stillen Fluss, links eine dunkle Baumgruppe, und beides spiegelt sich im Wasser. Mehr passiert nicht. Umso bewegter ist die Geschichte des Bildes. Spätestens 1912 gehörte es dem Amsterdamer Sammler Lucas Barend Lindeboom, der früh Werke von Mondrian erwarb. Zu Mondrians 50. Geburtstag lieh er es 1922 an das Stedelijk Museum in Amsterdam, wo es unter dem Titel „Aan de Vaart“ hing, am Kanal also. Um 1928 ging es an seine Frau Margaretha über, die es bis 1965 besaß, später war es jahrelang als Leihgabe im Rijksmuseum, und im Dezember 1999 versteigerten die Erben es bei Christie’s in Amsterdam. Auch die Datierung hat sich verschoben. Ausstellungen in Madrid, Barcelona und Rom zeigten es Mitte der 1990er Jahre als Ansicht der Amstel um 1902, das Werkverzeichnis von 1998 setzt es um 1907 an. Unten rechts steht die Signatur noch in der niederländischen Schreibweise, P. Mondriaan.




