
Andrea Mantegna · PD
Der heilige Bernhardin von Siena zwischen zwei Engeln
Details
Die Geschichte
1469 war Andrea Mantegna Hofmaler der Gonzaga in Mantua und mitten in der Arbeit an der Camera degli Sposi. Für die Grabkapelle des Markgrafen Ludovico Gonzaga in der Kirche San Francesco entstand daneben dieser heilige Bernhardin, fast vier Meter hoch und auf Leinwand statt auf Holz gemalt. Bernhardin hält die Tafel mit dem Christusmonogramm IHS, das Zeichen, das er selbst von der Kanzel aus in ganz Italien verbreitet hatte. 1427 musste er sich in Rom dafür verantworten, der Vorwurf lautete Götzendienst, und er wurde freigesprochen. Über den Köpfen steht auf dem Architrav HUIUS LINGUA SALUS HOMINUM, die Zunge dieses Mannes ist das Heil der Menschen. Die Architektur ringsum ist Mantegnas Entwurf und nahm wohl den originalen Rahmen auf. Nach der Aufhebung des Konvents kam die Leinwand 1811 nach Mailand.




