Die heilige Chlothilde

Die heilige Chlothilde


Details

Technik
Öl auf Leinwand
Maße
78 × 61 cm

Die Geschichte

Das Museum datiert diese Leinwand auf 1888 bis 1889 und lässt die Spanne offen, weil sich nichts genauer eingrenzen lässt. Sorolla war Mitte zwanzig und lebte noch in Italien, wohin ihn ein valencianisches Stipendium, zunächst nach Rom, gebracht hatte. Er hatte Clotilde García del Castillo geheiratet, die Tochter des Fotografen Antonio García, und die beiden verbrachten eine längere Zeit in Assisi. Dort entstand ein Andachtsbild, wie er es später nie wieder malte, eine Heilige im Profil vor Goldgrund mit flachem, mittelalterlich anmutendem Ornament, mit Lilien, einem Buch und einem Kreuz auf der Brust. Diese Attribute passen auf ein Dutzend Heilige und entscheiden nichts. Heute führt das Museum sie als die heilige Chlothilde, was zugleich der Name seiner Frau ist, ältere Unterlagen nennen sie eine betende Heilige und eine italienische Heilige, und wer dargestellt ist, blieb ungeklärt. Das Bild hing zeitlebens in Sorollas eigenem Haus und steht im Hintergrund seines Bildnisses der Clotilde in Schwarz von 1906. Der Prado erwarb es 1993 aus Privatbesitz und bewahrt es im Depot.

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