
Wassily Kandinsky · PD
Park von Saint-Cloud, Lichtung
Details
Die Geschichte
Als Kandinsky im Park von Saint-Cloud, gleich westlich von Paris, seine Staffelei aufstellte, stand dort schon lange kein Schloss mehr. Die Lieblingsresidenz beider Napoleons war im Oktober 1870 abgebrannt, mitten im Deutsch-Französischen Krieg. Eine französische Granate, die einer preußischen Batterie im Park gegolten hatte, war in die kaiserlichen Gemächer eingeschlagen. Die Ruine ließ man 1891 abtragen. Geblieben ist der Garten, den André Le Nôtre, der Gartenkünstler von Versailles, für den Bruder Ludwigs XIV. angelegt hatte, und um 1906 gingen dort die Pariser spazieren. Kandinsky wohnte damals gleich nebenan in Sèvres. Er suchte sich eine Lichtung zwischen den Bäumen und malte sie in Öl auf ein Stück Karton von etwa 24 mal 33 Zentimetern. Ins Centre Pompidou kam das Bild 1981, mit dem Vermächtnis seiner Witwe Nina Kandinsky.




