
Der heilige Jakobus von der Mark
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Die Geschichte
Als Carlo Crivelli diese hohe Tafel 1477 signierte und datierte, war der Mann, den sie zeigt, noch nicht lange tot. Jakob von der Mark, ein Franziskanerprediger, der bis nach Ungarn und Bosnien gezogen war, starb im November 1476 in Neapel, mit über 80 Jahren. Die gemalte Inschrift nennt ihn bereits Beatus, selig, obwohl Rom ihn erst 1726 heiligsprach. Er deutet mit erhobenem Finger auf die runde Tafel neben seinem Gesicht, mit den Buchstaben IHS für den Namen Jesu. Dieses Zeichen hatte sein Lehrer Bernhardin von Siena in den Städten Italiens verbreitet, und deshalb hielt man den Heiligen hier gelegentlich für Bernhardin selbst. Zu Füßen des Predigers knien zwei winzige Stifter, deren Namen nicht überliefert sind.




