
Peter Paul Rubens · PD
Der heilige Jakobus der Jüngere
Details
Die Geschichte
Die meisten Apostel dieser Reihe tragen das Gerät bei sich, mit dem sie umgebracht wurden, eine Klinge, eine Keule, eine Säge. Dieser hier hält einen Winkel, den das Museum auf sein Handwerk als Zimmermann bezieht, und kein Marterwerkzeug. Er steckt bis zum Kinn in einem schweren braunen Mantel, der den ganzen Körper verdeckt. Heraus kommen nur ein altes Gesicht, halb im Schatten, und eine Hand. Das Licht fällt genau auf diese Hand, und der Blick läuft von dort zum Winkel. Rubens malte die zwölf Tafeln zwischen 1610 und 1612 für den Herzog von Lerma, den Günstling, der für Philipp III. regierte. Danach verschwindet die Reihe aus den Akten. Sicheres weiß man erst wieder für 1746, als die Apostel im Inventar von La Granja auftauchen, dem Gebirgsschloss von Elisabetta Farnese, der Königin Philipps V.




