
Der heilige Johannes von Capestrano
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Die Geschichte
Als das osmanische Heer im Juli 1456 die Belagerung von Belgrad abbrach, feierte man in halb Europa zwei Retter: den ungarischen Feldherrn Johann Hunyadi und den greisen Franziskanerprediger Johannes von Capestrano, der mit seinen Predigten ein Kreuzfahrerheer zusammengebracht hatte. Beide starben noch im selben Jahr. Drei Jahre später, 1459, setzte Bartolomeo Vivarini seinen Namen auf diese Tafel. Der Prediger steht in der grauen Kutte da, ein Buch in der Hand, und hält eine Kreuzfahrerfahne mit rotem Kreuz auf weißem Grund. Darauf ist klein sein Lehrer zu sehen, Bernhardin von Siena. Das Schriftband über ihm dankt Gott, der uns den Sieg gegeben hat, frei nach dem Apostel Paulus. Unten an der Brüstung nennt ihn die Inschrift einen Seligen und hält sein Todesjahr 1456 fest. Heiliggesprochen wurde er erst 1690, die goldenen Strahlen um seinen Kopf waren Rom also weit voraus. Italienische Quellen nennen als Bestimmungsort Gagliano Aterno, ein Dorf in den Abruzzen, der Bergregion, aus der Capestrano stammte.




