
Die stillende Madonna mit dem Kind
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Die Geschichte
In den Heiligenschein der Maria ist ein lateinischer Satz geritzt, Nigra sum sed formosa, ich bin schwarz, aber schön. Er stammt aus dem Hohelied, dem Liebesgedicht der Bibel, in dem die Braut erklärt, die Sonne habe sie so gebräunt. Mittelalterliche Ausleger sahen in dieser Braut die Kirche und auch die Gottesmutter selbst. Bartolomeo Vivarinis Maria aber ist hellhäutig. Sie neigt den Kopf über das Kind, das mit beiden Händen die Brust umfasst und trinkt, und der Louvre räumt offen ein, dass sich die Inschrift nicht leicht erklären lässt. Die Tafel ist ein Frühwerk aus der Zeit um 1450 bis 1455, als Bartolomeo Altarbilder noch gemeinsam mit seinem älteren Bruder Antonio signierte. Im Jahr 2006 tauchte sie unter seinem Namen bei einer Pariser Auktion auf, und 2011 schenkte der Sammler Jean-François Costa sie dem Louvre.




