
Hans Memling · CC-BY-SA-4.0
Der heilige Johannes der Täufer
Details
Die Geschichte
Keine 60 Zentimeter hoch und nur 17 breit ist diese Tafel, und sie ließ sich zuklappen. Sie war der linke Flügel eines kleinen Triptychons, das Memling um 1480 für Benedetto Pagagnotti malte, einen Florentiner Geistlichen, der Bischof und zugleich Astrologe war. Die Mitteltafel mit der Madonna befindet sich heute in den Uffizien, der rechte Flügel mit dem heiligen Laurentius hängt gleich daneben. Auf der Rückseite hat der Besitzer sein eigenes Zeichen hinterlassen. In einer dunklen Landschaft bei Sonnenaufgang stehen vier Kraniche, einer hält einen Stein in der Kralle. Ein wachender Kranich, so hieß es, halte ein Steinchen, damit ihn das Poltern weckt, falls er einnickt. Dieser wachsame Vogel war Pagagnottis Emblem, und sein Wappen hängt an einem Baum hinter den Tieren.




