
Hans Memling · PD
Johannes der Täufer
Details
Die Geschichte
1812 hing diese schmale Tafel in Rom, in der Sammlung von Lucien Bonaparte, dem jüngeren Bruder Napoleons, und dort wurde sie als Werk Jan van Eycks in Kupfer gestochen. Lucien hatte das Altarbild, aus dem sie stammt, vermutlich in Italien erworben, und wahrscheinlich war es damals schon in fünf einzelne Bilder zersägt. Auch als seine Gemälde 1815 und 1816 in London angeboten wurden, galt dieser Johannes noch als van Eyck. Erst 1824 nannte der Kölner Sammler Sulpiz Boisserée den Namen Memling, als er die Tafel beim Prinzen von Oranien sah, dem späteren König Wilhelm II. der Niederlande. Johannes der Täufer steht barfuß in einem groben braunen Gewand mit Gürtel und hebt einen Finger. Hinter ihm erhebt sich eine Burg auf dem Hügel, und unten am Fluss sind kleine Figuren versammelt.




